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Donnerstag, 1. März 2012, 14:20

Zinsbuchung

Hallo zusammen,

mich würde mal interessieren, ob Kanzleien Guthabenzinsen nach der Bruttomethode (Bruttozinsen als Ertrag, einbehaltenen KapESt und einbehaltener Sol.Z. als Ausgabe) buchen oder netto, d. h. saldiert?

Haben hier Verwalter aufgrund der Einführung SKR04-Inso das Buchungsverhalten geändert?

Hat jemand Erfahrung hiermit wenn die Schlussrechnung zum Insolvenzgericht bzw. Schlussrechnungsprüfer geht?

Für eine rege Dikussionsteilnahme vorab vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Kanzlei HOEFER | SCHMIDT-THIEME

J. Zimmer

Meyer.A.

Neuling

Beiträge: 10

Beruf: Dipl.-Wirtschaftsjuristin (FH)

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2

Montag, 5. März 2012, 17:05

Brutto

Hallo,



bei uns immer nach der Bruttomethode. Es wurde bisher von einem Schlussrechnungsprüfer bemängelt, der jedoch in einem ganz anderen Bundesland sonst prüft. Das Gericht hier hat dann unserer Argumentation stattgegeben und ist der Bruttomethode gefolgt. Argumentiert hatten wir, dass auch bei der Ust als Masseverbindlichkeit ausgegangen wird und hier diese nicht von der Berechnungsgrundlage abgezogen wird - dito hatten wir dann Vorgehensweise mit Kapitalertragssteuer und Soli begründet.

VG

A.Meyer

3

Montag, 5. März 2012, 17:13

Hallo Herr Zimmer,

auch bei den von uns betreuten InsolvenzverwalterInnen wird nach der Bruttomethode gebucht.
Es mag vereinzelnd die Auffassung vertreten werden, dass dies in einer pagatorischen Buchhaltung falsch wäre, allerdings wird diese Rechtsauffassung nicht von den von uns betreuten VerwalterInnen geteilt.

Auch bisherige Schlussrechnungsprüfer sahen hier keinen Grund für einen Einwand.

Der SKR04-InsO hat m.E. keinen Einfluss auf die Art der Buchung. Auch in diesem Kontenrahmen könnten Sie nach der Nettomethode buchen.

Es ist wohl eher eine Grundsatzentscheidung der Kanzlei/des Verwalters sein, wie dort gebucht werden sollte, denn die Frage nach Netto-/Bruttoverbuchung begegnen einem durchaus auch an anderer Stelle.

Gruß
J. Beck