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Boris Jungclaus

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  • »Boris Jungclaus« ist der Autor dieses Themas

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1

Donnerstag, 17. Januar 2013, 15:58

Handhabung der Unterkonten 80 = Eigenverwaltung

Zitat

Sehr geehrter Herr Jungclaus,

wenn ich die Arbeitshilfe zum SKR 04 InsO richtig verstehe, gibt es nun neu die Unterkonto 80 für die Eigenverwaltung. Mir ist nicht ganz klar, wann diese Unterkonten genutzt werden sollen. Verstehe ich es richtig, dass bei der Eigenverwaltung keine weitere Differenzierung in den Bereichen Antragsverfahren, nach IE (Abwicklung, Fortführung) erfolgen soll? Dies würde bedeuten, dass auch eine Differenzierung der Ausgaben in §55 II sowie vor und nach Anzeige einer Masseunzulänglichkeit nicht erfolgen soll.

Wenn dies so gedacht ist, würde das heißen, dass im Rahmen einer Eigenverwaltung das gesamte Verfahren mit den Unterkonten 80 gebucht wird. Eine Differenzierung in die einzelnen Verfahrensabschnitte ist dann nicht mehr möglich.

Bei Aufhebung der Eigenverwaltung während des laufenden Insolvenzverfahrens müsste man dann wieder zu der ursprünglichen Struktur zurück kehren?

Über eine kurze Information, ob dies tatsächlich so gedacht ist, wäre ich Ihnen dankbar.


Zu dem Unterkontenbereich "80" (Eigenverwaltung) möchte ich an dieser Stelle die Überlegungen des Fachausschusses SKR-InsO darstellen:
Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob eine Eigenverwaltung bereits beim vorl. Sachwalter gebucht wird.
Sollte sich ein vorl. Sachwalter entschliessen die Eigenverwaltung in seinem Insolvenzprogramm abzubilden, weil er z.B. das Kassenführungsrecht an sich gezogen hat, so gibt es wiederrum mehrere Möglichkeiten:
1. alles wird über die Konten 80 gebucht, da eine zeitliche Unterteilung für die reine Kassenführung nicht zwingend notwendig ist
2. die "Standardkonten" 00 bis 60 werden bebucht.

Interessant wird es z.B. bei einem Wechsel von der Eigenverwaltung in die vorl. Verwaltung:
Hier könnten Sie nun entweder ab Anordnung der Aufhebung der Eigenverwaltung, das Verfahren buchen (oder gar in einem neuen Mandanten buchen, sofern Sie die Eigenverwaltung bereits gebucht haben) oder
zunächst die Unterkonten 80 und später die übrigen bebuchen.

Egal wie Sie in Ihrer Kanzeli tatsächlich vorgehen - der Kontenbereich bietet unseres Erachtens zumindest eine weitere Möglichkeit der Differenzierung, vor allem bei Switch-Verfahren.
In "gut" durchlaufenden Eigenverwaltungsverfahren könnte man also auch völlig ohne den Unterkontenbereich "80" auskommen.

Ich hoffe Sie kommen mit diesen Überlegungen zurecht ;-)

Gruß
Boris Jungclaus

2

Sonntag, 20. Januar 2013, 13:12

Buchung der vorläufigen Eigenverwaltung

Hallo zusammen,

ich halte eine getrennte Buchung der vorläufigen Eigenverwaltung für sinnvoll und habe daraufhin den Kontenbereich -55 (das sind Konten, die frei bebucht werden dürfen), für die Buchung beim vorläufigen Sachwalter vorgesehen.

Diese Arbeit muss man sich dann allerdings für den Kontenrahmen selbst machen, da der Kontenbereich nicht offizieller Bestandteil des SKR04-Inso ist.

Viele Grüße

Andrea Braun

Boris Jungclaus

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3

Dienstag, 22. Januar 2013, 07:59

Guten Morgen Frau Braun,

bei ihrer Variante gebe ich jedoch zu bedenken, dass im Grund der Bereich -50 bis -59 dem Bereich "nach IE (Betriebsfortführung)" gedanklich zugeordnet ist.
Diese freien Zehnerbereiche sollen eine verfahrens- /oder kanzleispezifische Individuallisierung innerhalb der Kontengrenzen ermöglichen.

Auch im Hinblick auf Standardisierungsprozesse bzgl. Schlussrechnungsübersichten, sollte man sich m.E. strenger an die vorüberlegten Kontengrenzen halten, um nicht später Probleme mit z.B. Programmupdates, oder verabschiedeten Standards zu bekommen.
Darüber hinaus, wird es sicherlich in Zukunft Standardreports für z.B. BAKInsO-Kennzahlen geben, welche klar definierte Kontenbereiche abfragen udn Auswerten wird.

Gruß
Boris Jungclaus