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Mittwoch, 7. November 2012, 08:03

Verbuchen von Ausgaben zur Abwendung der Zwangsversteigerung

Ich muss Erbpachtzinszahlun an den Erbpachtgeber verbuchen. Hintergrund dieser Zahlung ist, dass der rückständige Erbpachtzins zwar eine Insolvenzforderung darstellt, allerdings über ein Absonderungsrecht gem. § 49 InsO an dem Erbbaurecht gesichert ist (BGH, NZI 2006, 97,98). Die Möglichkeit der Zwangsvollstreckung und Durchsetzung des dinglichen Rechts ist möglich und droht, wenn die Rückständig nicht bezahlt werden.

Hat jemand schon einmal diesen Fall gehabt? Falls ja, wie haben Sie die Bezahlung verbucht?

Dr.F.Th. Zimmer

unregistriert

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Dienstag, 13. November 2012, 10:22

Verbuchen von Ausgaben zur Abwendung der Zwangsversteigerung

Laufende Erbpachtzinsen, die Masseverbindlichkeiten darstellen, sollen nach dem ZEFIS-Kontierungshandbuch zum SKR 04-InsO auf 6310 (Miete und Pacht) gebucht werden. Bei dem Absonderungsrecht ist grundsätzlich zu unterscheiden. Erzielt der Verwalter einen (Verwertungs-) Erlös, den er anschließend an den Absonderungsgläubiger auskehrt, so ist Konto 7521 einschlägig. Im vorliegenden Fall, in dem der Absonderungsgläubiger eine Zahlung auf sein Absonderungsrecht erhält, damit er sein Absonderungsrecht nicht geltend macht, ist hingegen Konto 7531 einschlägig.

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Montag, 19. November 2012, 11:19

rückständige Erbpachtzinsen

Sehr geehrter Herr Dr. Zimmer,

vielen Dank für die Antwort. In meiner Frage geht es jedoch nicht um Masseverbindlichkeiten, sondern um Insolvenzforderungen. Hier wurden vor Antragstellung die Erbpachtzinsen nicht entrichtet und müssen jetzt von der Masse bezahlt werden. M.E. handelt es sich hier um keine Masseverbindlichkeit.

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Freitag, 7. Dezember 2012, 17:06

Hallo Frau Reiser,

das Konto 7521 "Zahlung für Drittrechte i. Z. m. Grundvermögen" müsste hier das passende sein.

Viele Grüße aus dem Norden

Andrea Braun