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Donnerstag, 2. Juli 2015, 12:35

Feststellungsbeiträge/Verwertung - § 171 InsO - Darstellung in der Berechnungsmasse

Hallo zusammen,

wir haben etwas Probleme in der Sache: Verwertung durch die Gläubiger
Zur Masse fließen die ausgewiesene Mehrwertsteuer und 4% Feststellkosten gemäß § 171 InsO
Gebucht wurde zunächst fiktiv Einn.aus Verwertg. besichert: 5.000,00 Geg.Konto 488500
Auskehrungen für Drittrechte € 5.000,00 Konto 752300
Einnahmen Umsatzsteuerbeträge € 798,32 Geg.Konto 408000
Einnahmen Feststellungsbeiträge - § 171 Inso, Verwertg. durch Gläubiger 406134

Das sieht in der Schlussrechnung erst mal gut aus, jedoch in der Berechnungsmasse zur Berechnung der Teilungsmasse bzw. der Berechnung für die Vergütung im eröffneten Verfahren wird die Eigenverwertung durch die Gläubiger genauso dargestellt wie die Verwertungseinnahmen die der Verwalter erzielt und für die es für die Bearbeitung von Absonderungsrechten in der Vergütungsverordnung einen Vergütungsmehrwert gibt.. Das heißt bei der Vergütungsberechnung werden die Beträge genauso in die Berechnung für die selbst verwerteten Absonderungsgegenstände aufgeführt.

In der Einnahmenbuchung habe ich dies aufheben können indem ich die Auskehrung für Drittrechte gegen das Einnahmekonto gebucht habe, bei der Einnahme mit Steuerschlüssel - bei der Auskehrung ohne Steuerschlüssel, so wurden die Werte richtig in die Umsatzsteuer-VA gezogen und das Einnahmekonto mit 0-Summe erscheint nicht in der Berechnungsmasse für Verwertete Absonderungsgegenstände.

Anders bei der Verbuchung der Feststellkosten: Einerseits gibt es das bezeichnete Konto im SKR04 InsO, der Verwalter möchte die bezeichneten Konten gerne verwendet wissen. Andererseits heisst es im
Gesetzestext zur InsVV §1.1 dass Massegegenstände die mit Absonderungsrechten belastet sind nur berücksichtigt werden wenn sie durch den Verwalter verwertet werden. Im übrigen werden die mit Absonderungsrechten belasteten Gegenstände nur insoweit berücksichtigt als aus ihnen der Masse ein Überschuss zufließt. Wir verstehen das in der Form, dass es sich bei den der Masse zukommenden Feststellkosten als Massezufluss handelt, der sich nicht in der Berechnungsmasse für die Absonderungsrecht wieder finden darf.
Also nochmal: ich würde gerne das richtig bezeichnete Konto 406134 bebuchen - das Konto sollte jedoch in Bezug auf die Vergütungsberechnung so funktionieren es dem Gestzestext entspricht.
Ich hoffe auf Hilfe und Danke schon mal im voraus
Gerda Steinke

Boris Jungclaus

Foren-Moderator

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Beruf: Dipl. Betriebswirt

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2

Mittwoch, 8. Juli 2015, 12:19

Hallo Frau Steinke,

ich habe die Thematik intern weitergeleitet und wir prüfen, ob ggf. weitere Konten im SKR-InsO benötigt werden oder wie ein "optimales" Handling aussehen könnte.

Gruß
Boris Jungclaus
STP Informationstechnologie AG
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Boris Jungclaus« (8. Juli 2015, 21:08)


RGSilberer

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Beruf: gepr. Bilanzbuchhalter (IHK)

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3

Mittwoch, 29. Juli 2015, 10:56

Ich glaube daß es richtig ist, daß der Feststellungskostenbeitrag mit in die Berechnung einbezogen wird. Denn dieser Betrag hat doch die Masse gemehrt.

Und durch ihre Buchung werden ja die Gegenstände die mit Absonderungsrechten belastet sind, nicht berücksichtig, sondern nur die Feststellungskostenbeiträge. Der §1 InsVV ist ja nicht so zu verstehen, daß überhaupt nichts was mit absonderungsberechtigten Massegegenständern zu tun hat, in die Berechnung einfließen soll.

Oder habe ich etwas falsch verstanden?